Klettern Sperlonga

08.05.2010 - 16.05.2010

Kletterurlaub der Superlative

Mit einer rekordverdächtigen Beteiligung von 14 Kletterern startete die Highlive Crew vom 8 bis 16. Mai 2010 Richtung Rom, genauer gesagt zu den etwas darunter befindlichen Klettergebieten rund um Sperlonga und Gaeta. Eine gute Entscheidung wie sich herausstellte. Bis auf den letzten Tag hatte die Gruppe jeden Tag Strandwetter.

Cave canem!

Darf ich mich vorstellen: Mein Name ist Herbert. Sie kennen nicht zufällig eine Gruppe von jungen Kletterern? Naja, vielleicht sind nicht alle von ihnen so ganz jung an Jahren... Aber jung geblieben im Geiste sind sie alle, so wie sie bei mir daheim abgefeiert haben!

Falls Sie sie sehen... Wissen Sie, die kommen nämlich auch alle aus Telfs und gehören dort zu einer Gruppe, die sich Highlive Adventure Group nennt... Also, falls Sie sie sehen, könnten Sie Ihnen dann etwas ausrichten? Ganz besonders dem Hauptmann der Gruppe? KOMMT ZURÜCK!!!! AMICI, ihr könnt auch gerne wieder bei mir in meinen Bungalows wohnen und ich bitte mein Herrchen, dass ihr auch den Pool exklusiv bekommt!

Quo vadis?

Eigentlich wollten wir ja ursprünglich nach Frankreich. Die Tarnschlucht stand am Wunschzettel für unseren langersehnten Kletterurlaub im Frühling. Aber der Wettergott spielte uns hier übel mit und nachdem sich alle Sattelitenbilder einig waren, dass uns in der Tarnschlucht nur Regen erwarten würde, mussten wir uns spontan nach einer neuen Destination für unseren Kletterurlaub umsehen. Unsere Voraussetzungen: trockener und steiler Fels!

Veni, vidi, vici.

Und so entschlossen wir uns ein kleines Dorf in der Nähe von Rom zu besetzen. Aufgeteilt auf drei Autos machten sich insgesamt 14 AG-Kletterer auf den Weg nach Sperlonga, um die Klettergebiete dort zu erobern und Route für Route zu besiegen. Beim Ausblick auf das azurblaue Meer und den kilometerlangen Sandstrand schien uns das ein würdiges Ziel.

Untergebracht waren wir in einer sehr familiären Bungalowanlage. Uns gehörten dort drei Häuschen und ein Boxer, den wir auf den Namen Herbert tauften. Herbert schloss uns sogleich in sein Herz und bewies uns seine Zuneigung mit unglaublich viel Sabber auf jedem neuen Spielzeug, das er von uns bekam. Nachdem wir uns dermaßen warm empfangen häuslich eingerichtet hatten und unsere Slakeline gespannt war feierten wir unsere Ankunft erstmals am Pool und genossen die südländische Sonne.

Carpe diem!

Fast jeden Tag machte sich unsere Truppe auf den Weg um eine Kletterroute nach der anderen zu erobern. Unser erklärtes Lieblingsziel war die Grotta dell’ Aeronauta – eine Grotte direkt am Meer mit unzähligen Sintersäulen und mächtigen Stalaktiten. Nicht einmal der abenteuerliche Abstieg zum Strand und zur Grotte und das homogene Strandklientel konnten uns davon abhalten, immer wieder hierher zurück zukehren. Fanden wir doch in der Höhle ideale Verhältnisse vor – selbst an den wenigen Ausnahmetagen an denen es regnete (1 Tag). Und so mancher unter uns (Praxi, Lotti, Sarah und Simon) fand hier auch die perfekte Herausforderung um sein Level weiter nach oben zu pushen.

Wer am Nachmittag dann noch genügend Kraft übrig hatte begab sich dann auch mal an die Klippen von Gaeta und genoss den Blick über das Mittelmeer in einer der atemberaubenden Mehrseillängentouren.

In vinum veritas...

Was tun, wenn Mann/Frau mal gerade nicht klettern mag – direkt am Strand und bei strahlend schönem Wetter?!? Genau: ab ins Wasser und dann Sonnenbad! Oder wir belagerten Guido’s Bar. Nebst zweitem Frühstück und Feierabendbier haben wir bei Guido auch das eine oder andere Achtl Vino rosso genossen.

Vino gab’s dann auch daheim bei Herbert, wenn wir abends (gestärkt Dank Pizza in Sperlonga oder hausgemachte Pasta-Spezialitäten in unseren eigenen Küchen) unsere Klettererfolge noch einmal Revue passieren ließen. Von den Partyaktivitäten der Jungen ließen sich auch die älteren Teilnehmer rasch anstecken und beeindruckten – nicht nur beim Klettern – mit besonderer Ausdauer und Durchhaltevermögen. Vor allem bei unserem Hauptmann hinterließ dies einen bleibenden Eindruck, der sich in diesem Zuge einen neuen Haarschnitt leistete, um vielleicht auch einmal in die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen aufzusteigen.

Quod sit demonstrandum

Sperlonga ist für Kletterer auf jeden Fall eine Reise Wert und bietet zahlreiche Routen in allen Schwierigkeitsgraden. Uns hat vor allem die steile versinterte Grotte dell’ Aeronauta begeistert, wo vor allem athletisches und ausdauerndes Klettern gefragt war. Aber auch außerhalb der Grotte gibt es in der Umgebung jede Menge Fels mit Meeresblick oder steile Klippen, die erklommen werden wollen. Und so scheint es gar nicht so ungewiss, lieber Herbert, dass wir nicht eines schönen Tages wiederkommen!

Bilder

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Kommentare

waldi 20.03.2011 14:34 Uhr

der bericht isch oanfach lei super!!!

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