Klettern Sizilien 2011

26.03.2011 - 02.04.2011

DI ROCCIA DI SOLE – Klettern auf Sizilien


 


Nur Fliegen ist schöner…  wenn man es in den Flieger schafft; aber dazu kommen wir später. Sizilien. Über Jahrtausende haben verschiedene Völker und Kulturen ihre Spuren auf der Mittelmeerinsel hinterlassen. Da waren die Karthager, natürlich die Römer, die Sarazenen, ... Seine abwechslungsreiche Geschichte macht Sizilien daher nicht nur für Sonnenanbeter interessant, sondern auch für Kulturreisende zu einem Traumziel. Aber das Eiland bietet noch mehr. Die aktuellen Eroberer der Insel tummeln sich neuerdings tagsüber friedlich an den zahlreichen Felsmassiven, die mittlerweile zum Klettern eingerichtet wurden. Viele der Kletterfelsen befinden sich unmittelbar am Meer und versprechen Urlaubsfeeling pur. Das wollte sich die Highlive Adventure Group natürlich auf gar keinen Fall entgehen lassen.


 


Mit dem Ziel auf Sizilien möglichst eindrucksvolle, eventuell historische Spuren zu hinterlassen, wurden 22 ½ wildentschlossene Kletterer rekrutiert. Denn eines war klar: Auf solch einer langen Reise musste man fast zwangsläufig mit Verlusten rechnen.


 


Fly and/or Drive


Wie wahr sich diese Befürchtung unseres Hauptmanns zeigte erfuhren wir schon bald. Bereits am ersten Etappenziel, dem Flughafen in Verona, stellte sich der AG ein mächtiger Gegner in den Weg. Trickreich führte Ryanair gleich 5 ½  Recken in die Irre, so dass unser Flieger um deren Eigengewicht und Gepäck erleichtert in die Luft stieg und die Truppe auseinander riss. Bald trennten uns schon über 1.000 km und guter Rat schien teuer.


 


Palermo. 17 ratlose Krieger machten sich zunächst die Kommunikationswege des 21. Jahrtausend zunutze und konnten so über sms und Mobiltelefon in Erfahrung bringen, dass unsere  5½ in Verona zurückgelassenen Kameraden sich bereits organisiert hatten und mit einem Mietauto bis zum nächsten Tag wieder zu uns aufschließen wollten. Und so galt es nun auch für uns unsere eigenen Mietautos in Empfang zu nehmen. Dies sollte ja keine große Aufgabe sein. Jedoch zeigte sich der freundliche Mitarbeiter am Schalter von Locauto zunächst überrumpelt als plötzlich 17 Mann vor ihm standen. Als wir dann endlich unser Gepäck und uns selbst auf die 5 Autos aufgeteilt hatten war es schon nach 23.00 Uhr und unsere Magen knurrten. Und so war unser erstes Ziel auf Sizilien eine Pizzeria, in der wir alle perfekt versorgt wurden.


 


Gestärkt konnten wir dann auch unser nächstes Etappenziel in Angriff nehmen. Wieder unterstützt von modernster Technik (GPS) lotsten uns unsere Tourenführer nach San Vito lo Capo, wo sie ein ganzes Haus nur für uns gemietet hatten (DANKE Schnalli, DANKE Goggi). Die Diskussionen zur Schlafordnung („Wer will in die Party WG?“) waren schnell beendet und schon bald fielen wir erschöpft in unsere Betten. Dies war wohl eine der seltenen Nächte, in denen kein gekühltes Bier vorrätig war und somit die Ruhe bald einkehrte.


 


Chill and Climb


Am nächsten Tag konnten wir unser Glück gar nicht fassen: Wir genossen unser Frühstück in der Sonne mit Blick aufs Meer und brachen dann voller Tatendrang auf, die Felsen direkt neben unserem Haus zu erkunden. Nur 10 Gehminuten entfernt fanden wir gleich zwei super Sektoren, die nur durch eine schmale Schotterstraße vom Meer getrennt war. Hier gab es wirklich für jeden die richtige Herausforderung, dazwischen Chillen und Biertrinken, sag Herz was willst du mehr? Einziger Wehmutstropfen: Wir fühlten uns noch nicht ganz komplett, aber das sollte sich den Göttern sei Dank bald ändern.


 


Am Abend genossen wir einen traumhaft schönen Sonnenuntergang und strebten dann wieder unserem Domizil entgegen. In der Ferne konnten wir das Licht des Leuchtturms erblicken. Und an eben diesem Leuchtturm empfing eine kleine Delegation der Erstankömmlinge unsere tapferen 5 ½ Nichtflieger und geleitete sie in unser Haus. Die Wiedersehensfreude war überwältigend, das musste gefeiert werden. Inspiriert von der Jahrtausenden alten Geschichte Siziliens gruben wir nun selbst die Rituale unserer Urahnen aus (... oder die der Höhlenmenschen?), sodass die Insel bis in die Morgenstunde bebte. Und erst als die Sonne am Horizont aufging fanden auch die letzten von uns endlich den verdienten Schlaf, der sie die Anstrengungen der langen Nacht (Power Move, Ruder Ruder, UghaUgha, Klabautermann und sonstige Blödheiten) vergessen lies.


 


No Sleeping, Hard Moving


Nach dieser Nacht fanden wir, dass wir schon mal einmalige und für den einen oder anderen unter uns prägende Spuren an diesen Urlaub in unseren Erinnerungen hinterlassen hatten. Jetzt sollten aber noch große und unvergessliche Klettertaten folgen. Wir haben uns vor allem die Gebiete und Sektoren angesehen, die direkt entlang und rundum der Halbinsel bei San Vito verteilt lagen und meist rasch mit kurzen Zustiegen erreicht werden konnten. Besonders geschätzt von uns war dabei der langgezogene Felsriegel der Scogliera di Salinella entlang der Küste mit seinen zahlreichen Sektoren, die wir von unserem Haus aus zu Fuß gemütlich erreichen konnten. Ein weiteres beeindruckendes Gebiet war der Crown of Aragorn – eine in weiten Teilen stark überhängende Wand mit tollen Linien entlang versinterter Säulen. Daneben gibt es in der Nähe von San Vito auch die Möglichkeit tolle Mehrseillängenrouten zu klettern.  


 


Soweit das Auge sehen konnte gab es Felsen und Wände ohne Ende... und auch wenn das vorhandene Kletterangebot hier leicht noch für eine zweite Woche gereicht hätte, so blieb immer noch genügend Erschließungspotential, das jedes Bohrer-Herz höher schlagen ließe.


 


Pizza, Pasta, Birra, Vino for all!


Bereits Flug- und Autoreservierung sowie Unterkunft für die ganze Gruppe stellten eine kleine logistische Herausforderung.  Aber wie versorgt man 22 ½ hungrige Kletterer? Hier ist zu sagen, dass Bier Gott sei Dank ein sehr nahrhaftes Getränk ist und darüber hinaus die Gemüter verträglich macht. So fürs erste versorgt haben wir es dann auch fast jeden Abend in eine Pizzeria geschafft, die uns alle an einem Tisch unterbringen konnte. Zweimal jedoch haben wir die Herausforderung angenommen und Pasta für alle selbst gekocht. Wie sich zeigte fühlten sich beim Kochen vor allem unsere Studenten voll in ihrem Element. An dieser Stelle versteht sich daher auch ein großes DANKE an unsere Meisterköche sowie die fleißigen Küchenhelfer und Abspühler. Und solange nach dem Essen der Bier- und Weinvorrat nicht versiegte wurde dann auch wieder gefeiert, gespielt und gelacht. Überhaupt lässt sich die ganze Woche wohl für die 22 ½  Rekordteilnehmern unter dem Motto Highlive pur am besten zusammenfassen. Es bleibt nur noch zu sagen: Thank you all for the good time!

Bilder

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Kommentare

simon 26.04.2011 11:49 Uhr

... i like!

sarah 21.04.2011 10:45 Uhr

hey kathi, super bericht! toll geschrieben....

braito 20.04.2011 11:48 Uhr

cooler bericht, passend zum Urlaub!!

kathi st 19.04.2011 21:25 Uhr

wau kathi echt super! der letzte satz beschreibts eh am besten: THANX nomal an alle!!

dani 18.04.2011 14:30 Uhr

da schließ i mi glei an: da bericht isch volle cool gschrieben :))
und die woch woa echt funny :))

poidl 18.04.2011 13:27 Uhr

...super bericht kathi! super funny, wie die ganze woche auch wirklich war :)

schnalli 18.04.2011 12:45 Uhr

Fotos kommen noch

Schnalli 18.04.2011 12:44 Uhr

He Kathi,
super Bericht!
Der isch ja zum verfilmen gemacht! :-)

waldi 20.03.2011 14:29 Uhr

an alle; am dienstag den 22.03.2011 um 19:00 uhr im Pischl, und machen die restlichen sachen (auto, abfahrt, gebäckaufteilung...) aus.

simon 22.02.2011 21:45 Uhr

alle angemeldeten Teilnehmer sind jetz oben zu lesen @waldi...

waldi 31.01.2011 14:27 Uhr

hey schnalli sein iatz schon neue anmeldungen?

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